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Wohnmobil auf Stellplatz
· 5 Min. Lesezeit

Mosel im Wohnmobil: Die Tour von Koblenz nach Trier

Acht Etappen moselaufwärts: 14 verlinkte Stell- und Campingplätze von 5 bis 41 Euro, mit Luftbildern, Winzer-Plätzen und den Zahlen aus unserem Bestand von 79 Plätzen entlang der Route.

Das Wichtigste in Kürze

  • Route: Rund 200 Flusskilometer moselaufwärts von Koblenz nach Trier, gut machbar in 7 bis 12 Tagen.
  • Kosten: Wir haben 79 Stell- und Campingplätze zwischen Koblenz und Trier im Bestand, 75 davon mit Preisangabe: Die Nacht kostet zwischen 5 und 41 Euro, die Hälfte der Plätze liegt bei 15 Euro oder darunter (Datenstand 9. August 2026).
  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober. Zur Weinlese im September und Oktober sind die Winzer-Plätze schnell voll, dann hilft ein Anruf am Vormittag.

Die Mosel ist die vielleicht dankbarste Flussroute für dein Wohnmobil: Der Fluss macht die Kurven, du musst nur folgen. Steile Rebhänge, alte Winzerdörfer, dazwischen alle paar Kilometer ein Stellplatz am Wasser. Diese Tour führt dich in acht Etappen von Koblenz nach Trier, mit Plätzen, die wir alle mit Preis, Ausstattung und Luftbild in der Datenbank haben und hier verlinken.

Etappe 1: Koblenz, wo die Mosel endet und deine Tour beginnt

Am Deutschen Eck schiebt sich die Mosel in den Rhein, darüber wacht die Festung Ehrenbreitstein, die du mit der Seilbahn erreichst. Für die erste Nacht stehst du auf dem Campingplatz Gülser Moselbogen (15 Euro) in der Flussschleife bei Güls. Wer es schlichter mag, nimmt den Reisemobil-Stellplatz Koblenz für 13 Euro.

Etappe 2: Kobern-Gondorf und Alken, die stille Untermosel

Wohnmobil auf gepflegtem Stellplatz
Fünf Euro die Nacht, direkt an der Untermosel: der Caravan-Stellplatz Kobern-Gondorf aus der Luft.

Kaum aus Koblenz raus, wird es ruhig. In Kobern-Gondorf steht der günstigste Platz der ganzen Tour: Der Caravan-Stellplatz Kobern-Gondorf kostet 5 Euro pro Nacht. Ein paar Kilometer weiter liegt Alken unterhalb der Burg Thurant, hier bietet der Reisemobilstellplatz Häppy Life (17,90 Euro) mehr Komfort. Zwischenhalt für Insel-Fans: die Campinginsel Sonnenwerth bei Hatzenport, eine echte Moselinsel für 11 Euro.

Etappe 3: Cochem und seine Reichsburg

Wohnmobil auf gepflegtem Stellplatz
Am Ortsrand von Cochem, direkt am Fluss: der Wohnmobilpark Mosel mit acht befestigten Plätzen.

Cochem mit seiner Reichsburg ist der touristische Magnet der Mosel. Wichtig für dich: Die Altstadt ist tagsüber für den Autoverkehr gesperrt: Fahre sie mit dem Wohnmobil gar nicht erst an, stell dich an den Ortsrand und geh zu Fuß oder nimm das Rad. Der Wohnmobilpark Mosel liegt direkt am Fluss, mit Bushaltestelle am Platz. Ruhiger stehst du im Nachbarort Ernst, etwa auf dem Wohnmobilstellplatz Ernst (14 Euro), von dort bringt dich der flache Moselradweg in wenigen Minuten nach Cochem.

Etappe 4: Bremm und der Calmont

Wohnmobil auf gepflegtem Stellplatz
Unterhalb des Calmont: der Wohnmobilgarten Oster-Franzen in Bremm, 19 Euro pro Nacht.

Bei Bremm legt sich die Mosel in ihre engste Schleife, darüber ragt der Calmont auf, der als steilster Weinberg Europas gilt. Der Klettersteig durch die Reben verlangt festes Schuhwerk, Schwindelfreiheit und gute Kondition; bequemer ist der Wanderweg hinauf zum Aussichtspunkt Vierseenblick. Übernachten kannst du am Ortsrand von Bremm im Wohnmobilgarten Oster-Franzen (19 Euro). Die Stellflächen sind begrenzt: Zur Lesezeit vorher anrufen.

Etappe 5: Zell, Heimat der Schwarzen Katz

Zell liegt in einer engen Flussschleife und lebt vom Wein, die Großlage Zeller Schwarze Katz kennt man weit über die Region hinaus. Der Stellplatz Römerquellen (12 Euro) liegt am Freizeitbad und nimmt auch große Mobile auf. Radfahrer finden ab hier flache Etappen in die Nachbarorte, in beide Richtungen direkt am Fluss.

Etappe 6: Traben-Trarbach, Jugendstil und Weinkeller

Die Doppelstadt war um 1900 einer der größten Weinhandelsplätze Europas, davon zeugen Jugendstilvillen und ein weit verzweigtes Netz unterirdischer Weinkeller, das du bei Führungen besichtigen kannst. Der Wohnmobilstellplatz Traben-Trarbach (16 Euro) liegt in Flussnähe, Zentrum und Radweg erreichst du zu Fuß.

Etappe 7: Bernkastel-Kues und die großen Lagen

Wohnmobil auf gepflegtem Stellplatz
Beim Winzer statt am Parkplatz: der terrassierte Stellplatz vom Weingut Studert-Prüm in Bernkastel-Kues, 14 Euro.

Bernkastel-Kues zeigt die Mittelmosel wie aus dem Bilderbuch: Fachwerk um den Marktplatz, darüber die Burgruine Landshut. Übernachte beim Winzer auf dem terrassierten Platz vom Weingut Studert-Prüm (14 Euro), die Weinprobe ist dann nur ein paar Schritte entfernt. Flussaufwärts folgen die berühmten Lagen dicht aufeinander: In Brauneberg stehst du am Stellplatz Brauneberger Juffer (15 Euro), in Piesport am Stellplatz Piesporter Goldtröpfchen (15 Euro). Beide tragen den Namen ihres Weinbergs, du übernachtest also buchstäblich im Etikett.

Etappe 8: Über Trittenheim nach Trier

Der Wohnmobilstellplatz Trittenheim (12 Euro) liegt in einer weiten Schleife und ist ein guter letzter Weinort-Halt. In Neumagen-Dhron, das als ältester Weinort Deutschlands gilt, lohnt ein Blick auf das nachgebaute Römer-Weinschiff Stella Noviomagi.

Wohnmobil auf gepflegtem Stellplatz
Endstation Römerstadt: der Reisemobilpark Treviris in Trier, 15 Euro, zu Fuß in die Altstadt.

In Trier endet die Tour vor der Porta Nigra, dem besterhaltenen römischen Stadttor nördlich der Alpen. Vom Reisemobilpark Treviris (15 Euro) läufst du am Wasser entlang in die Altstadt. Kaiserthermen, Dom und Amphitheater füllen locker einen ganzen Tag.

Praktisches für die Mosel-Tour

Ver- und Entsorgung: Die Infrastruktur entlang der Route ist gut ausgebaut, viele Plätze bieten Strom, Frischwasser und Entsorgung. Prüfe die Ausstattung trotzdem vor der Anreise auf der jeweiligen Platzseite, sie unterscheidet sich von Platz zu Platz.

Mit Hund: Die flachen Uferwege sind ideal für Spaziergänge. In den Weinbergen gehört der Hund an die Leine, die Steilhänge sind Rückzugsraum für Tiere.

Enge Ortskerne: Die historischen Weindörfer sind nichts für Durchfahrten mit großen Mobilen. Die verlinkten Plätze liegen fast alle am Ortsrand oder am Wasser, von dort geht es zu Fuß oder mit dem Rad weiter.

Häufige Fragen zur Moseltour

Muss ich Stellplätze an der Mosel reservieren?

Das unterscheidet sich je nach Platz: Manche kommunalen Plätze vergeben nichts im Voraus, andere bieten inzwischen Online-Reservierung. Bei Winzer-Plätzen empfiehlt sich zur Lesezeit im September und Oktober ein kurzer Anruf am Vormittag.

Was kostet eine Nacht an der Mosel?

Aus unseren 75 Plätzen mit Preisangabe zwischen Koblenz und Trier: 5 bis 41 Euro, die Hälfte liegt bei 15 Euro oder darunter. Die günstigsten Plätze sind einfache kommunale Flächen, die teuersten Campingplätze mit voller Ausstattung.

Kann ich die Route auch mit dem Rad begleiten?

Ja. Der Moselradweg ist meist flach, verläuft über weite Strecken direkt am Wasser und verbindet alle Etappenorte, Fähren bringen dich an mehreren Stellen ans andere Ufer. Viele nutzen das Wohnmobil als Basislager und fahren Teilstrecken mit dem Rad.

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